Universal Design

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Universal Design, auch als Design for All oder Inclusive Design bezeichnet, ist «the design of products and environments to be usable by all people, to the greatest extent possible, without the need for adaptation or specialized design»[1]. Der Begriff umschreibt den Ansatz, physische Orte, Produkte oder Dienstleistungen von Anfang an so zu gestalten, dass sie für Personen mit unterschiedlichen physischen, kognitiven oder sensorischen Voraussetzungen zugänglich und nutzbar sind, ohne dass spezielle Anpassungen nötig sind [2].

Universal Design, Barrierefreiheit und Gebrauchstauglichkeit/Usability

Bestrebungen für mehr Barrierefreiheit und Gebrauchstauglichkeit bzw. Usability verfolgen in der Regel die nachträgliche Anpassung ursprünglich für Personen mit bestimmten Voraussetzungen unzugänglicher oder schlecht nutzbarer physischer Orte, Produkte oder Dienstleistungen (z.B. die Installation eines Rollstuhllifts). Dieser Ansatz geht von der Grundannahme aus, dass es zwei Arten von Nutzergruppen gibt: «normale» Nutzer*innen und Nutzer*innen mit Einschränkungen. Dies kann zu Ausschluss und Stigmatisierung bestimmter Personengruppen führen. Universal Design verfolgt hingegen den Ansatz physische Orte, Produkte oder Dienstleistungen von Anfang an so zu gestalten, dass sie für die grösstmögliche Anzahl Personen zugänglich und nutzbar sind. So soll gesellschaftlicher Diversität Rechnung getragen, Stigmatisierung und Ausschluss vorgebeugt und soziale Gerechtigkeit und Inklusion gefördert werden [3][2]

Prinzipien des Universal Design

Das Center for Universal Design an der North Carolina State University hat folgende sieben Prinzipien des Universal Design definiert[2]:

  1. Equitable use: keine Gruppe von Personen wird bei der Nutzung benachteiligt oder stigmatisiert
  2. Flexibililty in use: Nutzbarkeit für Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten oder Vorlieben
  3. Simple and intuitive use: Einfache Verständlichkeit, unabhängig von Erfahrung, Wissen, Sprachkenntnissen oder Konzentrationsfähigkeit
  4. Perceptible information: Informationen werden effektiv kommuniziert, unabhängig von Umweltbedingungen und sensorischen Fähigkeiten
  5. Tolerance for error: Gefahren und negative Konsequenzen von unbeabsichtigten Handlungen werden minimiert
  6. Low physical effort: kann effektiv und mit einem Minimum an Ermüdung genutzt werden
  7. Size and space for approach and use: Ausreichende Grösse/räumliche Verhältnisse für Zugänglichkeit und Nutzbarkeit, unabhängig von Körpergrösse, Haltung und Mobilität.

Einzelnachweise

  1. Mace, R. (1985). Universal Design. Barrier Free Environments for Everyone. Los Angeles: Designer West.
  2. 2,0 2,1 2,2 Steinfeld, E., & Maisel, J.L. (2012). Universal Design. Creating Inclusive Environments. Hoboken: John Wiley & Sons.
  3. Iwarsson, S., & Sta˚ hl, A. (2003). Accessibility, usability, and universal design—Positioning and definition of concepts describing person–environment relationships. Disability and Rehabilitation, 25, 57–66.