Technologie- und Wissenstransfer

Aus Living Lab AAL
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Die Bezeichnung "Technologie- und Wissenstransfer" sagt bereits aus, dass etwas, nämlich Wissen und Technologie, in einem anderen Kontext übergeführt wird. Speziell handelt es sich hierbei von der Überführung von der Wissenschaft in die Wirtschaft. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der (mitunter regionalen) Wirtschaft wird zunehmend enger. So sind viele Forschungsaufgaben Auftragsprojekte aus Wirtschaftsunternehmen und auch die Studieninhalte orientieren sich verstärkt an den Bedürfnissen der Wirtschaft. Umgekehrt gibt es viele Forschungsprojekte, die von öffentlichen Förderinstitutionen finanziert werden. Die Resultate sind überwiegend vielversprechend, die Technologien kommen dabei häufig nicht über den Stand eines Prototypen hinaus. Hier braucht es die Zusammenarbeit mit Industriepartnern, die daran interessiert sind, diese Prototypen zur Marktreife zu bringen und dann auch zu vermarkten. In Förderprojekten sind daher auch im Konsortium meist Praxispartner aus Industrie und Anwendung vertreten. [1]

Ein zusätzliches Problem stellt der Transfer von Wissen in das größere Umfeld des Produkts dar. Auch Handwerker und spätere Primär- und Sekundärnutzende müssen in den Transferierungsprozess eingebunden werden. So gibt es Barrieren bei AAL-Produkten nicht nur auf Seiten der betroffenen Personen sondern auch bei Pflegekräften, die mit den Technologien nicht vertraut sind. Der Technologie- und Wissenstransfer muss also auch Bedeutung haben für die Aus- und Weiterbildung in der Pflege. Curricula müssen flexibel gestaltet sein, um sie auch weiterhin auf dem aktuellen "Stand der Technik" zu halten. Auch Beratungszentren mit der Möglichkeit, Technologien kennenzulernen und auszuprobieren sind ein wichtiger Baustein für den Transfer in unterschiedliche Gruppen von Nutzenden.

Auch der Wissenstransfer zwischen den Hochschulen ist ein wichtiges Thema. Ein Austausch über Entwicklungen und Forschungen innerhalb eines bestimmten Bereichs findet oft nur bei Tagungen und Konferenzen statt, oft nach Abschluss eines Projektes. Die Zusammenarbeit während der Forschungen findet eher partiell statt. Zusammenschlüsse von Hochschulen, wie z.B. die Intenationale Bodenseehochschule im Bodenseeraum wirken dieser Entwicklung entgegen.

Einzelnachweise

  1. Hamm, R., & Jäger, A. (2012). Wissenschaft und Wirtschaft eng verzahnen: Standortvorteile für die Region nutzen—Eine Best-Practice-Analyse an Fachhochschulen. Wissenschaftsmanagement, 18(5), 52–57.