Technik im Quartier

Aus Living Lab AAL
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Einleitung

Menschen altern in ihrem sozialen Nahraum (Stadtteil, Quartier, Dorf). Angesichts der demographischen Entwicklung und der damit verbundenen Herausforderungen für Gesundheit-, Sozialwesen und Zivilgesellschaft wird vielerorts die Rolle dieser Sozialräume für die Lebenswelt älterer Menschen überdacht. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang besonders das Konzept der Caring Communities. Solche sozialraumorientierten Konzepte an der Schnittstelle von Gesundheits-, Sozialwesen und Zivilgesellschaft werden in den letzten Jahren zunehmend diskutiert und lokal erprobt [1] [2]. AAL-Lösungen haben das Potential, die Umsetzung solcher Konzepte in den Bereichen bürgerschaftliches Engagement und Partizipation, Nachbarschaftshilfe, Förderung der sozialen Teilhabe im Quartier sowie Stabilisierung der Pflege und Betreuung zu Hause zu unterstützen. Zu den relevanten AAL-Lösungen in diesem Bereich gehören unter anderem Nachbarschaftsportale.

Andere technische Assistenzsysteme in der Quartierarbeit

Neben Nachbarschaftsportalen können noch eine Vielzahl weiterer Tools nützlich für die Quartiersarbeit sein.
Eine ständig erweiterte Auflistung von Werkzeugen bietet das Forum Seniorenarbeit NRW [3].
Beispielhaft sollen nachfolgend ein paar wenige vorgestellt werden.

Umfragen und Evaluationen: Limesurvey[4], SoSci Survey[5]

Interaktive Präsentationen: Mentimeter[6]

Inklusion: leserlich.info[7]

Management von Freiwilligeneinsätzen in Zeitgutschriftsmodellen: Zeitgeberei [8]

Implementierung und Evaluation

Die Implementierung von technischen Hilfsmitteln zur Förderung der Quartiersentwicklung ist nicht trivial. Mit der Wahl einer Plattform ist erst der erste Schritt gemacht. Um Quartiere auf dem Weg zur digital unterstützten Quartiersentwicklung zu begleiten, wurde im Rahmen des IBH-Teilprojekts "Technik im Quartier" ein Reifegradmodell für Quartierentwicklung entwicklet. Dieses stützt sich auf das Reifegradmodell für integrierte Versorgung des Scirocco-Projekts [9]. Die Entwicklung des Reifegradmodells für digitale Quartiersentwicklung erfolgte mittels einer Delphi-Studie und acht Fallstudien. Es enthält 12 Dimensionen mit jeweils 6 Stufen. Es soll vor allem den Vergleich mit anderen fördern, in dem gut funktionierende Ideen aus der Praxis weitergegeben werden.

Siehe auch

Erfahrungen zu bisherigen Projekten im IBH AAL Living Lab

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Einzelnachweise

  1. Klie, 2016: On the Way to a Caring Community? The German Debate. In Compassionate Communities: Case Studies from Britain and Europe (pp. 198–209). London, New York: Routledge.On the Way to a Caring Community? The German Debate. In Compassionate Communities: Case Studies from Britain and Europe (pp. 198–209). London, New York: Routledge.
  2. World Health Organization, 2007: Global age-friendly cities: A guide. Geneva : World Health Organization.
  3. Forum Seniorenarbeit NRW, Mediathek / Werkzeugkasten, https://forum-seniorenarbeit.de/mediathek/
  4. Limesurvey, Umfragetool, https://www.limesurvey.org/de/
  5. SoSci Survey, Umfragetool aus Deutschland, https://www.soscisurvey.de/
  6. Mentimeter, Interaktive Präsentationssoftware, https://www.mentimeter.com/
  7. leserlich.info, Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V., https://www.leserlich.info/
  8. Zeitgeberei, Management-Software zur Verwaltung von Organisationen im Bereich Nachbarschaftshilfe, https://zeitgeberei.ch/
  9. Reifegradmodell für integrierte Versorgung aus dem Scirocco-Projekt