Sicherheitsempfinden

Aus Living Lab AAL
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Mit dem Begriff des persönlichen Sicherheitsempfindens ist in diesem Projekt nicht etwa die Sicherheit vor Kriminalität, Gewalt oder auch nicht die soziale Sicherheit (z.B. die monetäre Absicherung) gemeint, die zwar in diesem Zusammenhang durchaus eine Rolle spielen, auf die aber nicht weiter eingegangen werden kann. Vielmehr bezieht sich dieses Projekt auf die Sicherheit, die alleine oder zu zweit lebende, älterer Menschen empfinden müssen, um einen selbstbestimmten Alltag bewältigen zu können. Beispielsweise lässt sich ein Haushalt nicht führen und ordentlich halten, wenn Menschen andauernd Angst vor Stürzen haben, da sie nicht mehr sicher auf den Beinen sind. Ein individuelles Gefühl der Sicherheit ist somit eine Voraussetzung dafür, dass ältere Menschen lange alleine und selbständig in ihrem Zuhause leben können. Sie ist verbunden mit dem Vertrauen in den eigenen Körper und damit betroffen durch körperliche Einschränkungen, die mit zunehmendem Alter vermehrt eintreten können. Umgekehrt ist ein Gefühl der Unsicherheit oftmals ein Beweggrund dafür seine Wohnung aufzugeben und in ein betreutes Wohnheim, Seniorenheim usw. zu ziehen.[1] Vermögen es AAL-Technologien älteren Menschen ein wenig der Sicherheit und Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten zurückzugeben, indem sie ihnen versichern, dass Angehörige im Fall eines Unfalls automatisch kontaktiert werden, dann könnten die Technologien hier einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen selbstbestimmt leben können.

Einzelnachweise

  1. Pelizäus-Hoffmeister, Helga (2013): 'Zur Bedeutung von Technik im Alltag Älterer. Theorie und Empirie aus soziologischer Perspektive.' Wiesbaden: Springer VS.