Rechnervernetzung

Aus Living Lab AAL
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das weltumspannende und allgegenwärtige Internet verbindet heute Rechner, Telefone, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte und Waren unseres täglichen Bedarfs. Es dringt mehr und mehr in alle Bereiche unseres Lebens vor. Damit alle diese unterschiedlichen Geräte ungestört und effizient miteinander kommunizieren können, müssen die dabei eingesetzten Kommunikationsprotokolle einem gemeinsamen Grundschema folgen. Dieses Fundament bildet heute das TCP/IP-Referenzmodell [1], das die einzelnen Schichten der Internet-Kommunikation entsprechend ihren Aufgaben, ihres Abstraktionsgrades und Ihrer Komplexität festlegt und den jeweiligen Funktionsumfang bestimmt. Mit welchen Mitteln und auf welche Weise diese Spezifikationen umgesetzt werden, legt das Modell nicht fest. Auf diese Art konnte das TCP/IP Referenzmodell aus der Praxis heraus Gestalt annehmen und bildet heute und in nächster Zukunft eine solide Basis für alle Aufgaben der digitalen Kommunikation.

Basiskomponenten jeglicher Form von Kommunikation, sei es Alltagskonversation oder digitaler Datenaustausch zwischen Computern, bilden die zu übertragenden Nachrichten selbst, deren Sender und Empfänger, sowie das Medium, über das die Nachrichten übertragen werden, das sogenannte Kommunikationsmedium.

Handelt es sich bei den beteiligten Kommunikationspartnern um Computer, so spricht man von einer Datenübertragung. Unter einer Datenübertragung versteht man den Austausch von Informationseinheiten (Daten), zwischen zwei oder mehreren, räumlich voneinander getrennten Rechnern, die die Nachricht ausmachen. Die Kommunikation läuft dabei über geeignete Übertragungsmedien – sogenannte Datenverbindungen - ab. Die miteinander verbundenen Rechner bilden ein Rechnernetz, oder kurz ein Netz. Das System der Übertragungsleitungen bildet das Übertragungsnetz oder Netzwerk. Die beteiligten Rechner müssen bei einer Datenübertragung bis ins kleinste Detail festgelegten Vorschriften folgen – den sogenannten Kommunikationsprotokollen – um die Daten so senden bzw. empfangen zu können, dass der jeweils andere Rechner die Daten korrekt auffassen und weiterverarbeiten kann.

Rechnervernetzung (Computer Networking) ist die Praxis zwei oder mehr Computer miteinander zu verbinden, so dass sie miteinander kommunizieren können. Das Internet ist ein globales Computer-Netzwerk bestehend aus vielen anderen Computern und Computernetzwerken. Computernetzwerke und Internetzugang bieten vielfältige Vorteile für Benutzer*innen, aber sie können auch einige bedeutende Probleme einführen [2].

Freigegebene Ressourcen

Einer der Hauptvorteile von Computernetzwerken ist, dass Clients (z. B. Computer) Ressourcen gemeinsam nutzen können. Zu diesen Ressourcen, auch Betriebsmittel genannt, gehören beispielsweise Netzwerkdrucker, Festplatten und Arbeitsspeicher. Betriebsmittel können verschiedenartig klassifiziert werden:[3]
- Hardwarekomponenten (Drucker) und Softwarekomponenten (Programme, Daten)
- Exklusive und gleichzeitige Nutzbarkeit
- Einmalige (Druckerpapier) und mehrmalige Benutzbarkeit (Prozessor)
- Entziehbare und nicht entziehbare Betriebsmittel

Kommunikation

Ein weiterer Vorteil von Computernetzwerken ist der Austausch, die Bereitstellung, Übermittlung und Aufnahme von Nachrichten, auch Kommunikation genannt. Kommunikation kann zwischen zwei oder mehr Kommunikationspartnern stattfinden. Die Kommunikation kann für Alltagskonversation aber auch digitalen Datenaustausch stehen. Dabei müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:[2]
- Darstellung der Nachricht in einem geeigneten Zeichensystem wie z.B. in Schrift oder Binärkodierung
- Umwandlung der Zeichen in physikalische Signale
- Deuten der Signale durch den Empfänger muss möglich sein

Bösartige Programme und schädliche Inhalte

Ein großer Nachteil von Netzwerken besteht im Bereich der Sicherheit. Dabei wird das Risiko der Sicherheitsgefährdung in zwei Formen der Netzwerke eingeteilt.[2]
- Auf geschlossene Netzwerke kann ohne physikalische Authentifizierung nicht zugegriffen werden. Daher ist das Eindringen in ein solches Netzwerk nicht ohne erhebliche kriminelle Energie möglich.
- Offene Netze benötigen eine Anbindung an das weltweite Internet. Somit ist ein Angriff von außerhalb möglich, denn in einem offenen Netzwerk lassen sich die Nutzer*innen nicht auf einen vertrauenswürdigen Personenkreis beschränken.

Internet of Things

Das Internet of Things, kurz IoT, oder Internet der Dinge bezeichnet die Vernetzung von digitalen Technologien mit Alltagsgegenständen.

Einzelnachweise

  1. Transmission Control Protocol/Internet Protocol. (2019). In Wikipedia. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Transmission_Control_Protocol/Internet_Protocol&oldid=195202786
  2. 2,0 2,1 2,2 Meinel C., Sack H. (2009) Grundlagen der Kommunikation in Rechnernetzen. In: Digitale Kommunikation. X.media.press. Springer, Berlin, Heidelberg
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsmittel_(Informatik)