Gerontologie

Aus Living Lab AAL
Wechseln zu: Navigation, Suche

Definition

Gerontologie wird auch Alterswissenschaft genannt und bildet somit die Wissenschaft vom Altern. Sie beschäftigt sich mit dem Älterwerden, dem Altsein der Menschen und allen damit verbundenen Symptomen, Phänomenen, Ressourcen, Problemen, aber auch den Chancen, die sich bieten um die Sorge aller Beteiligten aktiv in Angriff zu nehmen.

Ausbildung

Diese großen Herausforderungen können nur interdisziplinär von den verschiedenen Disziplinen betrachtet und im Ansatz gelöst werden. Selbst bei der Betrachtung und Lösung von sehr speziellen Phänomenen des Alterns, wie zum Beispiel der degenerativen, hirnorganischen Veränderung durch Demenz steht neben der Interdisziplinarität stehts die ganzheitliche Betrachtung im Vordergrund. Gerontologie ist Teil von zahlreichen Berufsausbildungen und Studiengängen z.B. Gesundheits- und Krankenpflege, Medizin oder Psychologie.

Berufsfelder

Entsprechend in der Gerontologie Ausgebildete arbeiten teilweise als Forschende innerhalb und außerhalb von Forschungseinrichtungen, der Pharmaindustrie und Biotechnologie. In der Geriatrie sind sie nicht nur in der praktischen Versorgung alter Menschen, sondern auch in Lehre und Forschung, in Wohlfahrtsverbänden, bei privaten Trägern, in der Aus- und Weiterbildung von Pflegenden, Sozialarbeiter*nnen und therapeutischen Fachkräften, in der Seniorenbildung, in der Koordination von bürgerschaftlich Engagierten tätig. Viele wirken auch als Multiplikatoren in der Betreuung von pflegebedürftigen und demenzkranken alten Menschen sowie ihren Angehörigen.

Entwicklungen

Als ein beispielhaftes Thema sei "Alter und Technik" genannt, meist als Gero-Technologie bezeichnet. Technik wird zunehmend in Gestalt der rasant voran schreitenden Informations-, Kommunikations- und Automationstechnologien, aber auch im Active & Assisted Living (AAL), in immer stärkeren Maße zu einer neuen Umweltan- und Herausforderung, besonders für ältere Menschen. Die Zukunft ist herausfordernd, die Möglichkeiten und Chancen enorm. Denken wir beispielsweise, dass es in naher Zukunft keine personengestützten Bankfilialen, Bahnschalter oder sonstige Verkaufsagenturen, vielleicht auch keine traditionellen Pflegedienste (Spitex bzw. Hauskrankenpflegevereine) mehr geben wird. Der Druck für ältere Menschen steigt, Onlinedienste zu nutzen, Bankomaten für das Bargeld und die Kontoauszüge zu bestätigen und die Fahrkarte sich aufs Smartphone zu speichern. Gerade für Ältere steigt der subtile Druck, auch die Suche nach Gesundheitsinformationen wie früher Verbraucherinformationen im Internet zu bewältigen.

Einzelnachweise