Erinnerungspflege

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Erinnerungspflege

Die Biographiearbeit und Erinnerungspflege werden in der Literatur oft als Synonyme verwendet, obwohl sich diese in ihrer Bedeutung unterscheiden. Allerdings beinhaltet die Biographiearbeit die Erinnerungspflege, weshalb sich die Begriffe nur schwer trennen lassen[1] S.93).

Hauptziele sind, dass sich der Mensch mit Demenz wohlfühlen kann, der Selbstwert verbessert und die Identität gestärkt wird. „In einer konfliktfreien Atmosphäre werden einzeln oder in der Gruppe mit Hilfe von bestimmten Aktivitäten positive Erinnerungen angestoßen, belebt und ausgetauscht.“[1] S.93. Bewohner werden sozial integriert und die kommunikativen Fähigkeiten der erkrankten Person gefördert.

Von der oben beschriebenen Definition der Erinnerungspflege sind jedoch die Erinnerungsarbeit und Reminiszenz Therapie nochmals abzugrenzen, die hauptsächlich psychotherapeutische Ziele verfolgen, wie zum Beispiel die Lösung vergangener Konflikte(ebd.). Lohmann et al. (1995) beschreiben das Ziel der Erinnerungsarbeit damit, „Ereignisse aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, um dieses Material durch Erklären und Bewerten zu bearbeiten.“ Nach Zanetti et al. (Zanetti, 2002) ist die Reminiszenz Therapie eine Möglichkeit, um vergangene Konflikte zu lösen. Soziale Rollen und das Selbstwertgefühl sollen aufrechterhalten werden.

Bohlmeijer et al.[2] bietet die Reminiszenz Therapie in der Frühbehandlung bei Depressionen an. „Die Biographiearbeit existiert als strukturierte Sammlung lebensgeschichtlicher Patienteninformationen (Familiengeschichte, Lebensgeschichte, Lebenswelt, Vorlieben, Gewohnheiten, Abneigungen), mit deren Hilfe individuelle Interventions- und Lösungsansätze möglich werden.“[1] S.93.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Bartholomeyczik, S. et al.(Bundesministerium für Gesundheit, Hrsg.). (2006). Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Bartholomeyczik.2C_S._et_al.“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Bartholomeyczik.2C_S._et_al.“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  2. Bohlmeijer, E., Valenkamp, M., Westerhof, G., Smit, F. & Cuijpers, P. (2005). Creative reminiscence as an early intervention for depression: results of a pilot project. Aging & Mental Health, 9(4), 302–304. https://doi.org/10.1080/13607860500089567