Autonomie

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Autonomie, nach dem griechischen αὐτονομία (aus αὐτός ‚selbst‘ und νόμος ‚Gesetz‘) bezeichnet den Zustand der Selbstbestimmung. Autonomie ist ein in zahlreichen Wissensdisziplinen kontrovers diskutiertes Konzept, so unter anderem in Philosophie, Staatskunde, Soziologie und Medizin. Die Weltgesundheitsorganisation definiert Autonomie als «The perceived ability to control, cope with and make personal decisions about how one lives on a daily basis, according to one’s own rules and preferences»[1]

Autonomie setzt beim Menschen ein gewisses Maß an Mobilität voraus. Bezogen auf technische Systeme kann damit die Unabhängigkeit in der Verwendung beschrieben werden. So gibt es z.B. am Handgelenk getragene Sturzuhren, die eigenständig Alarm schlagen können, aber auch Smartwatches, die an ein Smartphone gekoppelt werden müssen, um richtig funktionieren zu können.

Autonomie und Medizinische Ethik

Respekt vor der Autonomie, eines der vier Prinzipien der medizinischen Ethik nach Beauchamp & Childress[2], betont die Wichtigkeit der individuellen Selbstbestimmungs- und Entscheidungsfreiheit. Davon abgeleitet ist unter anderem die Forderung nach Einholen des Informed consent von Klient*innen bei Forschungsprojekten oder medizinisch-therapeutischen Massnahmen.

Einzelnachweise

  1. WHO Centre for Health Development Ageing and Health. (2004). A Glossary of Terms for Community Health Care and Services for Older Persons. Technical Report Volume 5. Verfügbar unter https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/68896/WHO_WKC_Tech.Ser._04.2.pdf;jsessionid=1C3EF65C26DFF7D89A16A7F3739F6E16?sequence=1
  2. Beauchamp, T.L., & Childress, J. F. (2008). Principles of Biomedical Ethics. Oxford : Oxford University Press