Ageism

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Der Begriff «Ageism» wurde von dem US-amerikanischen Gerontologen Robert Neil Butler geprägt, der ihn als die Vorurteile gegenüber bzw. die Diskriminierung einer Altersgruppe durch eine andere definiert hat [1]. In Butler’s Definition kann sich Ageism nicht nur gegen alte Menschen, sondern auch gegen andere Altersgruppen (z.B. Jugendliche) richten. Butler thematisierte unter anderem auch die Intersektionalität von Diskriminierung aufgrund von Alter, Herkunft, sozialem Status und Geschlecht [2]. Ageism manifestiert sich nach Butler in gesellschaftlichen und persönlichen Einstellungen und Verhaltensweisen, aber auch in Institutionen und politischen Entscheidungen, welche eine bestimmte Altersgruppe - in diesem Fall ältere Menschen - benachteiligen.[3] Ein Beispiel für solche gesellschaftliche Entwicklungen ist die zunehmende Ersetzung persönlicher Dienstleistungen (z.B. Fahrkarten-, Bank- oder Postschalter) durch digitale Dienstleistungen (Automaten, E-Banking, Apps) welche ältere und vor allem hochaltrige Menschen mit zum Teil geringerer digitaler Affinität benachteiligen kann (siehe auch „Digital divide“).

Einzelnachweise

  1. Butler, R. N. (1969). Age-ism: Another form of bigotry. The Gerontologist, 9(4), 243–246.
  2. Ayalon, L., & Tesch-Römer, C. (2018). Contemporary perspectives on ageism. Cham: Springer Nature.
  3. Butler, R. N. (1980). Ageism: A foreword. Journal of Social Issues, 36(2), 8–11.