Active & Assisted Living

Aus Living Lab AAL
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Active & Assisted Living (AAL) beschreibt die aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben unter Zuhilfenahme von digitalen Assistenztechnologien.[1] Die Beeinträchtigung kann lebenslang bestehen, durch einen Unglücksfall oder erst durch den Alterungsprozess auftreten. Digitale Innovationen können u.a. der Vorbeugung von alterungsbedingten Gesundheitsproblemen, der Milderung krankheitsbedingter Begleiterscheinungen (z.B. schlechter Schlaf), der Entlastung von pflegenden Angehörigen (z.B. bei Demenz) oder anderer als Vorbeugung gegenüber weiteren Benutzerbarrieren dienen. Mit Hilfe solcher Technologien wird ein weitgehend selbständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglicht, das dennoch Sicherheit und bei Bedarf persönliche Unterstützung bietet. Betroffene Menschen können länger in der gewohnten Umgebung bleiben und das Plegepersonal wird entlastet und kann sich mehr auf pesönliche Zuwendung konzentrieren.

Häufig wird auch der Begriff Ambient Assisted Living verwendet. Ambient Assisted Living drückt dabei aus, dass die Umgebung von betroffenen Menschen an ihre Bedürfnisse angepasst wird. Active and Assisted Living geht jedoch weiter und betont die aktive Teilhabe. Eingesetzte Technologien sind dabei nicht nur Installationen in der Wohnumgebung, die der Sicherheit dienen oder bei Alltagstätogkeiten helfen, sondern motivieren auch zu einem aktiven Leben, z.B. durch Wearables.

Seit dem Jahr 2008 werden im Rahmen des durch die Europäische Kommission mitfinanzierten AAL Programme [2] Forschungsprojekte finanziert, die ebendiese Ziele verfolgen.

Einzelnachweis

  1. Manoj, T., & Thyagaraju, G. S. (2018). ACTIVE AND ASSISTED LIVING: A COMPREHENSIVE REVIEW OF ENABLING TECHNOLOGIES AND SCENARIOS. International Journal of Advanced Research in Computer Science, 9(1).
  2. http://www.aal-europe.eu/